KiSS Camp 2021
  24.08.2021

Ein Artikel von Jessica Stangl zum diesjährigen KiSS Camp.

KiSS Camp-Große

Das Wetter war warm, die Sonne hatte ihre Strahlen ausgesendet und das Datum hatte die schöne Zahl des 29ten Donnerstag im Juli. Der perfekte Start für das KiSS-Camp der Stufe 2-4. So dachten auch die Kinder, welche pünktlich um 10 Uhr vollbepackt im VfL Center angekommen sind. Nach einer kurzen Coronatestung wurden die Eltern auch schon heimgeschickt und das KiSS Camp konnte beginnen.
Doch es begann nicht mit einem fröhlichen Jauchzen oder einem begeisterten Auf-und-Ab-Hüpfen. Nein, es begann mit einem leisen Flüstern und wenn man nicht aufpasste, dann hatte der Wind bereits die Worte von den Lippen gerissen bevor das andere Kind sie überhaupt wahrnehmen konnte. Denn das Camp startete für die Kinder mit einer Runde Flüsterpost. Dabei hieß es: Ohren spitzen und aufgepasst!
Danach durfte natürlich noch etwas getobt und gespielt werden, um der überschüssigen Energie freien Lauf zu lassen.

Kurze Zeit später wurde bereits das eigentliche große Abenteuer des Tages angekündigt. Das Maislabyrinth wartete auf die Spurensucher der Kindersportschule, welche sich durch den Irrgarten kämpfen und alle vier versteckten Stempel finden mussten. Es begann bereits aufregend, denn so ein manches Kind durfte im Zuge der Anreise das erste Mal einen Bus von Innen erleben.
Nachdem dann das Maislabyrinth erfolgreich durchquert worden ist, war bereits die Mittagszeit hereingebrochen und eine kurze Snackpause brachte den Kindern die verlorengegangene Energie zurück. Die Wartezeiten für den Bus wurden erfolgreich verschönert, indem man auf dem Spielplatz noch einmal toben und jubeln durfte.

Nachdem das VfL Center wieder sicher erreicht worden war, gab es einmal eine schöne große Runde mit gegrillten Würstchen. Der ein oder andere Besucher des Fitnessstudios mag sich vielleicht sogar gewundert haben, woher der Geruch gebratener Würstchen kam.
Doch als wäre das alles nicht schon Aufregung genug gewesen folgte nun noch ein weiteres Highlight des Tages. Das Bauen eines eigenen Lagers, welches den Kindern als Schlafplatz dient. Bei dem KiSS-Camp für die Großen gibt es eine große Besonderheit: Eine Übernachtung im VfL Center. Für die Eltern bedeutet dies eine Mütze erholsamen Schlaf daheim, für die Kinder wiederum eine aufregende und abenteuerliche Nacht.


Doch bevor die Kinder ihr selbst errichtetes Lager beziehen durften, folgte noch ein weiterer und finaler Ausflug in die Stadt. Mit bereits langsam ermüdeten Gliedern und dem ein oder anderem Gähnen machten sich die Kinder auf den Weg zum Marktplatz. Womit wohl keiner rechnete, war wohl die Kugel Eis, die sie danach alle in der Hand hielten. Mit großen Augen und fröhlichem Geschnatter wurde das Eis dann vollständig verputzt.
Doch an Schlaf war auch weiterhin nicht zu denken. Durch das Eis frisch gestärkt, wurden die Augen noch tapfer für weitere Minuten aufgehalten. Immerhin galt es einen Film zu schauen! Gewünscht wurde sich der Film „Die Minions“, welcher nicht nur einmal ein lautes Gelächter aus den Kindern locken konnte. Danach folgte der nun wohlverdiente Schlaf.


Doch an viel Schlaf war nicht zu denken. Bereits am nächsten Morgen um 6:30 Uhr war das gesamte Lager wieder aufgeräumt. Die Frühschicht des Fitnessstudios hatte noch nicht einmal begonnen, da tobten die Kinder auch schon wieder durch die Halle und spielten vor dem Frühstück schon ihre ersten Spiele.
Der Tag hingegen lief dann recht ruhig aus. Nach einer kurzen Stadtrally und einer weiteren Portion Schlaf gab es auch schon Pizza als Mittagessen und die ersehnte Heimfahrt in das eigene Bettchen. 
Beendet war damit aber nur das KiSS-Camp für die größeren Kinder.

KiSS Camp-Kleine

Die Altersgruppen Zwerge2 bis zur Stufe 1 durften eine ganze Woche das Sommercamp besuchen. 5 Tage, täglich von 9-15 Uhr wurden sie von den Trainern der Kindersportschule versorgt.
Es begann alles an einem Montag unter dem Motto „Helden das Alltags“. Die Kinder wurden nach einem gemeinsamen Aufwärmspiel in drei ungefähr gleichgroße Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe durfte direkt losmarschieren und die ersten Helden des Alltages kennenlernen. Die Feuerwehr. Mit großen Augen durften sie ein Feuerwehrauto genau betrachten und sich sogar einmal reinsetzen. Natürlich mussten auch die Stahlkappenschuhe der Feuerwehleute getestet werden. So ganz glauben konnte man es dann doch nicht, dass man gerade auf dem Schuh des Feuerwehrmannes stand und dieser das nicht spürte. Zusätzlich gab es noch eine kleine Zielübung, bei der die Kinder mit Hilfe eines Feuerwehrschlauches in ein Loch zielen mussten. Wer den Wasserpegel bis nach oben füllen konnte, war dann ein wahrer Meister der Feuerlöschkunst. Zumindest was die Übung anging. Die Feuerwehr schien einen guten Eindruck hinterlassen zu haben, denn einige Kinder verkündeten danach, dass sie eines Tages selbst dort arbeiten wollen.


Nachdem auch die anderen beiden Gruppen die Feuerwehr begutachten durften, stand schon bereits das Mittagessen auf dem Plan. Frisch gestärkt durften uns dann eine andere Gruppe der „Helden des Alltags“ besuchen. Das DRK hatte extra einen Krankenwagen und einige Verbände mitgebracht, um den Kindern die Grundlagen eines Notrufes zu erklären und auch einen einfachen Verband zu zeigen. Natürlich durfte dann auch noch der Krankenwagen einmal komplett erforscht werden und die Sanitäter konnte man nach Herzenslaune ausfragen. Nachdem auch hier die Gruppen einmal durchrotiert waren, wurde die erste große Verabschiedungsrakete des KiSS-Camps „gezündet“ und die Kinder wurden glücklich ihren Eltern übergeben. 


Am darauffolgenden Dienstag ging es bereits abenteuerlich weiter. Die Kinder durften, im wahrsten Sinne des Wortes, hoch hinaus und dem Himmel entgegenklettern. Das ROX in Gültstein hatte den Kindern die Gelegenheit gegeben, einmal das Bouldern auszuprobieren und zusätzlich noch das Klettern am Seil zu erkunden. Am Seil hat das hierfür lizensierte KiSS-Team die kleinen motivierten Kletterer gesichert. Das ROX war den Vormittag über vom freudigen Jauchzen der Kinder erfüllt, wenn sie ihre eigenen Ängste überwunden, ihre eigenen Rekorde gebrochen und, das war ganz wichtig, einen Keks in der Hand hatten. Die stolzen Gesichter der Kinder auf dem Weg zurück zum VfL-Center konnte nun wirklich keiner übersehen. Der Nachmittag lief dann mit ein paar Spielen und etwas Mandala malen in Ruhe aus. Immerhin war das Klettern dann doch recht anstrengend.


Auch der Mittwoch ließ nicht lange auf sich warten. Sportlich ging es mit einer Stadtrally weiter, bei welcher die Kinder stolze 2 ½ Stunden die Stadt unsicher machten, Stationen suchten und Rätsel lösten. Auch die Trainer durften etwas Neues lernen. So sollen zum Beispiel die sagenhaften Ninjagos in einem Kloster leben. Bestätigt wurde das unter anderem von einer älteren Dame, welche die Worte der Kinder ebenfalls gehört hatte. Man lernt heutzutage eben nie aus! Am Nachmittag ging das Rätselraten dann fröhlich weiter. Die Kinder durften Labyrinthe und Kreuzworträtsel lösen, auf Suchbildern die Unterschiede finden und dann noch, wer Lust hatte, ausmalen. Diejenigen, die noch immer nicht genug Bewegung hatten, hatten eine Reihe an Spielen in der Halle spielen dürfen. Ein Highlight des Tages hatte es für die erste Gruppe gegeben. Sie waren während der Stadtrally sogar dem Bürgermeister begegnet und hatten ihm stolz von der Stadtrally erzählen und ihre ersten verdienten Stempel zeigen dürfen.


Am Donnerstag wurde dann der schönen Stadt Herrenberg der Rücken gekehrt. Stattdessen waren die Kinder nun bei dem Walderlebnistag zu finden und dementsprechend, wer hätte es gedacht, im Wald anzutreffen. Zu unserem Glück hatte das Wetter gut mitgemacht. Ansonsten hätten die Kids vermutlich lang nicht so gut klettern können und hätten den Marsch zum Schönbuchturm auch nicht trocken überstanden. Während eine Gruppe den Schönbuchturm bereits am Vormittag betrachtet hatte, sind am Nachmittag alle Kinder noch einmal zusammen hingelaufen. Doch einfach über den Weg zurück zum Schönbuchturm zu laufen wäre zu langweilig gewesen. Stattdessen wurden die Kinder über den Trimm-Dich-Pfad geführt, wo sie natürlich alles ausprobieren durften. Manchmal ist es durchaus ein Rätsel, woher die Kinder all ihre Energie nehmen. Denn die hat auch noch dafür gereicht, einmal den Schönbuchturm zu besteigen. Natürlich durfte ein kleines Experiment nicht fehlen! Ob wir es wohl geschafft haben, mit allen Betreuern und allen Kindern einmal den ganzen Schönbuchturm zu umrunden? Nun, alleine zumindest nicht. Doch durch die großartige Hilfe anderer Besucher schafften die Kinder es einmal den gesamten Schönbuchturm an den Stahlseilen zu umrunden. Und klein ist der Koloss da nun wahrlich nicht. Und damit ging auch schon ein weiterer Tag zu Ende.


Am letzten Tag des KiSS-Camps der Kleinen wurden die Kinder am Freitag sportlich nochmal richtig gefordert. Den Kindern wurden drei Sportarten zur Verfügung gestellt, von welchen sie sich dann zwei für den Vormittag aussuchen durften. Die Augen wurden vor allem bei Fußball groß, aber auch Handball und Turnen kamen gut an. Viele Kinder entdeckten wieder den Purzelbaum für sich und das er tatsächlich auch ganz gut ohne einen Kopfstand zwischendrin klappte. Wenn man bei der Rolle vorwärts scheinbar direkt abrollt, scheint diese auch besser zu klappen – die Erkenntnis des Tages! Nach dem bereits sportlichen Vormittag, verliefen die letzten Stunden des KiSS-Camps dafür sehr ruhig. Während die einen ein Hörspiel hören durften und parallel etwas dösten, malten die anderen Kinder fleißig Bilder aus. Überglücklich und wieder etwas ausgeruht wurden die Kinder dann ein letztes Mal zu den Eltern entlassen. Eine gemeinsame spannende und sportliche Zeit geht damit zu Ende und das KiSS-Team freut sich bereits riesig auf das nächste Jahr.

 

Hier findet ihr die vollständige Bildergalerie des KiSS Camps 2021